Ref: 533

Blick ins Tal

Ferdinand Dorsch

Ref: 533

Blick ins Tal

Ferdinand Dorsch

Öl auf Leinwand
Ferdinand Dorsch


Provenienz: Privatsammlung Dresden
Literatur: Sabine Bern, Die Handschrift des Impressionismus: Gotthard Kuehl und Ferdinand Dorsch, 1987
Ferdinand Dorsch, 1875 – 1938, ein Künstlerleben in Dresden, erschienen im Dezember 1976 anlässlich einer Ferdinand-Dorsch-Ausstellung der Galerie von Abercron
Beschreibung: Zur Rast niedergelassen sitzt eine junge Dame in einem weißen Kleid auf einem grünen Hügel unter dem Schatten der Bäume auf einer Decke. Die Ruhe des Moments scheint fast greifbar zu sein, während der weite Blick in die ferne Landschaft ein Gefühl der Freiheit erzeugt.
In lebhaften Pinselstrichen hat der deutsche Maler Ferdiand Dorsch diesen Moment der Rast und den Blick ins Land festgehalten.

Ferdinand Dorsch

Ferdinand Dorsch
Ferdinand Dorsch (1875–1938) war ein deutscher Maler, Grafiker und Lehrer, der eng mit Dresden verbunden war. Geboren in Pécs und aufgewachsen in Wien, studierte er an der Dresdner Akademie, wo Gotthardt Kuehl ihn in die Ideen des französischen Impressionismus und den modernen Umgang mit Licht einführte. Nach einem Aufenthalt in Wien, wo er sich der Wiener Secession anschloss, kehrte Dorsch nach Dresden zurück und engagierte sich in fortschrittlichen lokalen Kreisen, darunter „Die Elbier“ und die Künstlervereinigung Dresden. Seine Gemälde, die das gesellschaftliche Leben, Interieurs, Porträts und Parkszenen zeigen, verbinden akademische Zeichenkunst mit freierer Pinselführung, Atmosphäre und psychologischer Beobachtung. Ab 1914 lehrte er an der Dresdner Akademie, deren Rektor er später wurde; zu seinen Schülern zählten bedeutende Persönlichkeiten wie Otto Dix und Conrad Felixmüller. Obwohl er moderater war als die von ihm mitausgebildete Avantgarde, bildete Dorsch eine wichtige Brücke zwischen der akademischen Tradition Dresdens, der impressionistischen Farbgebung und dem Modernismus des frühen 20. Jahrhunderts.

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