Schimmelhengst Vezir und anglo-arabische Pferde und Stuten d...
Ref: 1230
Price :
29,000
€
Schimmelhengst Vezir und anglo-arabische Pferde und Stuten des englischen Vollbluts vor einem noblen Landgestüt
Ref: 1230
Price :
29,000
€
Schimmelhengst Vezir und anglo-arabische Pferde und Stuten des englischen Vollbluts vor einem noblen Landgestüt
Karl Kasper Pitz (Saarbrücken 1756 - 1795 Prag)
Circa 1781
Öl auf Leinwand
74 x 100 cm
Exhibition: Ein ähnliches Gemälde ist in der Staatsgemälde Sammlung, Speyer sowie in der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek, München, ausgestellt.
Literatur: Die Wiege der Könige–600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, Hrsg. Charlotte Glück-Christmann, 2010, S. 225 ff. Berthold Roland, Die Malergruppe von Pfalz-Zweibrücken, Maler und Malerei eines kleinen Fürstenhofes im 18. Jahrhundert, Verlag Heitz, Baden-Baden 1959 Sabine Jung, J.C. Pitz, Saarländische Lebensbilder, Bd. 4, Saarbrücker Druckerei u. Verlag, Saarbrücken 1989 Der Zweibrücker und sein Gestüt, 250 Jahre Landgestüt Zweibrücken. Hans-Dieter Nebe, Conrad+Bothner, Zweibrücken 2005
Beschreibung: Im 18. Jahrhundert begann die Zucht dieser Rasse. Im Jahre 1755 ließ Herzog Christian IV einige Stuten des Englischen Vollbluts in sein neu gegründetes Gestüt Zweibrücken bringen. Der Herzog war ein begeisterter Jäger und Reiter und hatte sich bei einer Englandreise in das Englische Vollblut verliebt. Sein Bruder Prinz Friedrich Michael aus Wien schenkte ihm den arabischen Hengst „Vezir“. Der Herzog versuchte sein Glück und ließ seine teuren Stuten von dem mittelgroßen Schimmelhengst decken. Der Hengst war nicht gerade eine Schönheit, obwohl er über starke Knochen und gute Gänge verfügte. Das Ergebnis war für alle eine Überraschung. Seine Nachkommen waren sehr elegant und ließen sich hervorragend reiten und fahren. Die Pferde waren etwa 153 cm groß, hatten korrekte Beinstellungen, tiefe Brust und feurige Augen. Der Hengst zeugte zudem viele Schimmel. Ein Sohn von „Vezir“ erhielt den Namen „Empereur“, er war der Vater von „Hercules“. „Empereur“ und „Hercules“ wurden beide Stammväter der neuen Rasse, welche wegen ihrer Vorzüge schon bald bekannt wurde. Zu dem Zeitpunkt der Rassenentstehung wussten nur wenige, dass eigentlich eine Rückkreuzung stattgefunden hatte. Das Englische Vollblut war viele Jahre vorher aus arabischen Pferden entstanden und verschmolzen beide Rassen wieder miteinander. Vor allem bewährten sich die Hengste dieser Rasse als Veredler in der Warmblutzucht und die schweren Bauernpferde wurden feingliedriger, schneller und härter. Als der französische Kaiser Napoleon Vertreter des Anglo-Arabers sah, war er von der Wendigkeit der Pferde begeistert. Allerdings musste der Gestütsdirektor Strubberg mit 78 Hengsten, 29 Stuten und 24 Hengstfohlen nach Fontainebleau fliehen. Der Krieg gegen Napoleon hatte 1814 das Gestüt Zweibrücken erreicht. Dadurch schien das Ende der Rasse besiegelt. Die Hengste aus Zweibrücken deckten noch einige Jahre in Trakhenen die Stuten, danach sprach man 150 Jahre lang nicht mehr in Deutschland über diese Rasse.
Schimmelhengst Vezir und anglo-arabische Pferde und Stuten des englischen Vollbluts vor einem noblen Landgestüt