Bedeutende Sammlung weißer Kameen

Ref: 2677

Price : 8,200 €

Bedeutende Sammlung weißer Kameen

Ref: 2677

Price : 8,200 €

Bedeutende Sammlung weißer Kameen

18. Jahrhundert
Italien
Exhibition: Nationalbibliothek in Paris, in der Eremitage, in den Uffizien, im Kunsthistorischen Museum in Wien, Neapel und Den Haag.
Literatur: Gertrud Seidmann, "The Grand Tourist's favourite souvenirs: cameos and intaglios," RSA Journal, vol. 144, no. 5475 (December 1996), S. 65
Valentin Kockel, Daniel Graepler (Hrsg.): Daktyliotheken. Götter & Caesaren aus der Schublade. Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts.
Biering & Brinkmann, München 2006
Beschreibung: auf dem Buchrücken betitelt: „Dolce Gemme Antich“
Zwei seltene Bände von jeweils 48 weißen ovalen Cameos, präsentiert in Holzkassetten mit Verschlüssen, die in zeitgenössischer italienischer Bindung – in Anlehnung an Bücher – gefertigt sind. Die Fronten der Deckel tragen handschriftliche Beschreibungen.
Eine Daktyliothek (griech.: daktyliothekē, Ringbehälter, Ringkästchen) war ursprünglich eine Sammlung antiker (Siegel)ringe. Später wurde der Begriff hauptsächlich für eine Sammlung von Abdrücken geschnittener Schmuck- oder Edelsteine (Gemmen oder Kameen) verwendet, wobei die Sammlung auch Originale enthalten kann. Im 18. Jahrhundert erfreuten sich Nachbildungen und Abdrücke in Gips, Siegellack, Schwefel oder Wachs von glyptischen – also von durch die plastische Bearbeitung von Schmucksteinen und Edelsteinen, Bergkristall und ähnlichen Steinsorten mit Hilfe von Schneid- und Schleifgeräten hergestellten – Produkten zunehmender Beliebtheit. Sie waren preiswerter als die Originale mit ihrem höheren Materialwert, die außerdem aufgrund ihrer Seltenheit einen hohen Sammlerwert besaßen. Diese Nachbildungen wurden vor allem wegen ihres Aussagewerts über die Kunst und Kultur der jeweiligen Epoche beachtet. Der Besitz einer Sammlung von Originalen bzw. Nachbildungen von Werken der Glyptik war in der aufgeklärten bürgerlichen Welt der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewissermaßen ein Zeugnis für die Zugehörigkeit zur gebildeten gesellschaftlichen Schicht.