Sonnenuntergang bei Petit-Fort-Philippe unterhalb der Flussm...

Ref: 808

Sonnenuntergang bei Petit-Fort-Philippe unterhalb der Flussmündung der Aa

Eugène Chigot

Ref: 808

Sonnenuntergang bei Petit-Fort-Philippe unterhalb der Flussmündung der Aa

Eugène Chigot

Circa 1902
105 x 115 cm
Signiert unten rechts: Eugène Chigot
Exhibition: REP 394, Musée Galliera, Paris
Literatur: Eugène Chigot, Iiterinaires, Antoine Descheemaeker-Colle, S. 234, aufgeführt unter der No. 4 in der Ausstellung der „Galerie Giard“ (Place d’Armes Valenciennes) am 04.04.1964
Beschreibung: Direkt an der Nordsee an der Mündung des Flusses Aa liegt Petit-Fort-Philippe - Ortsteil der französischen Stadt Gravelines. Diese beschauliche Gegend hat der französische Maler Eugène Chigot auf diesem Gemälde bei Sonnenuntergang festgehalten. In üppigen Blau-, Lila-, und Grüntönen erstrahlen das Meer und der Himmel, an welchem die untergehende Sonne in einem kräftigen Gelb erstrahlt. Einige Figuren im Vordergrund sind gerade dabei ihren Fang vom Bord eines kleinen Bootes zu laden. Die Stille des Ortes wird hierdurch nicht gestört. Alles nimmt seinen entspannten Lauf.

Eugène Chigot

Eugène Chigot
Eugène Chigot (1860–1923) war ein französischer Maler des „nördlichen Lichts“, der eng mit der Künstlerkolonie von Étaples und der Opalküste verbunden war. Zunächst von seinem Vater, dem Maler Alphonse Chigot, und später an der École des Beaux-Arts in Paris ausgebildet, nahm er sowohl realistische als auch impressionistische Ideen auf, behielt dabei jedoch eine starke regionale Identität bei. Seine Strände, Häfen, Dünen und ländlichen Szenen zeichnen sich durch lockere, stimmungsvolle Pinselführung, frische Farben und eine einfühlsame Darstellung von Wetter, Gezeiten und wechselnden Himmeln aus.

Gemeinsam mit Henri Le Sidaner trug er zur Entwicklung des künstlerischen Lebens in Étaples bei und wurde später Mitbegründer des Salon d’Automne. In Chigots Werken steht die alltägliche Arbeit an der Küste oft im Gleichgewicht mit poetischer Leuchtkraft. Fischerboote, Küstenlinien, Dorfstraßen und weite Horizonte wirken durch Wind, Spiegelungen und den Wechsel der Jahreszeiten lebendig. Seine Landschaften bewahren den modernen, von der freien Natur geprägten Geist der französischen Malerei und bleiben gleichzeitig tief verwurzelt im Ort, in der Beobachtung und im wechselhaften Schauspiel der nördlichen Meeresküste selbst.

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