Reiche Figurenstaffage mit Pferden und Hunden vor einer römi...

Ref: 2659

Reiche Figurenstaffage mit Pferden und Hunden vor einer römischen Schmiede

Jean-Louis Demarne

Ref: 2659

Reiche Figurenstaffage mit Pferden und Hunden vor einer römischen Schmiede

Jean-Louis Demarne

Öl auf Wallnussplatte
32.2 x 39.5 cm
Beschreibung: Zuzuschreiben: Jean-Louis Demarne (Brüssel 1752 - 1829)
goldener Rahmen
rückseitig altes Label einer Auktion
In dieser römischen Straßenszene spielen sich vor einer Schmiede die verschiedensten Szenen ab. Auf der linken Seite spielt eine Gruppe Kinder mit einem Hund während hinter ihnen ein Verkaufsgespräch zwischen einem Schmied und einem Ehepaar stattzufinden scheint. Wiederum rechts von ihnen wird just in diesem Moment ein neues Hufeisen an das hintere Bein eines Pferdes genagelt. Beobachtet werden die Mitarbeiter der Schmiede hierbei wiederum von einem römischen Soldaten, der die Arbeit akribisch verfolgt.
Diese Szene des alltäglichen Lebens zeigt auf eine kompakte und vielfigurige Art das quirlige Leben der römischen Großstadt. Der Maler verstand es hierbei das Momentum der einzelnen Szenen einzufangen und eine abendliche Lichtstimmung zu erzeugen, die die Wärme des Südens gekonnt wiedergibt.

Jean-Louis Demarne

Jean-Louis Demarne
Jean-Louis Demarne, oder de Marne (1752–1829), war ein in Brüssel geborener französischer Maler, der sich auf Landschaften, ländliche Genreszenen und das geschäftige Alltagsleben spezialisierte. Nachdem er als Kind nach Paris gezogen war, absolvierte er eine Ausbildung bei Gabriel Briard und widmete sich zunächst der Historienmalerei, bevor er sich der intimeren Welt der Dörfer, Straßen, Jahrmärkte, Märkte und der Arbeit auf dem Land zuwandte. Stark beeinflusst von niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts wie Aelbert Cuyp, nutzte er warmes Licht, niedrige Horizonte und anekdotische Details, um alltägliche Szenen malerisch und menschlich wirken zu lassen. Demarne stellte regelmäßig im Pariser Salon aus und erfreute sich während des Kaiserreichs und der Restauration großer Beliebtheit bei Sammlern. Seine Gemälde vereinen oft kleine Figuren, Tiere, Wagen und schlichte Architektur in weitläufigen Landschaften und schaffen so eine reizvolle Brücke zwischen Rokoko-Genre, niederländischem Realismus und frühromantischer Stimmung. Anstelle heroischer Dramatik bot er ein Schauspiel aus alltäglicher Bewegung, Wetter, sozialem Austausch und ländlicher Erinnerung.

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