Kasuaren-Paar

Ref: 2705

Kasuaren-Paar

Josef Pallenberg

Ref: 2705

Kasuaren-Paar

Josef Pallenberg

Circa 1914 - 1918
30.3 cm
Deutschland
auf unregelmäßiger Sockelplatte, verso sign. u. dat. Jos. Pallenberg
Literatur: Martin Bartelmus, Stefan Schweizer: Der Tierbildhauer Josef Pallenberg
(1882 – 1946) = The animal sculptor Josef Pallenberg (1882–1946),
Berlin: Deutscher Kunstverlag 2020
Deutsche Kunstausstellung in der Kölner Flora, Hohlgalvano Bronzegruppe Kasuar, Ausstellungskatalog, Köln 1906, Katalognr. 56
Beschreibung: Entstehung zwischen 1914 – 1918 (1. Weltkrieg)
Galvanoplastik
Galvanoplastiken sind Plastiken aus Metall, die nicht durch Guss, sondern Galvanisieren eines in der späteren Plastik entweder verbleibenden oder nach Galvanisation entfernten Modells hergestellt werden. Sie sind wegen ihrer geringen Wanddicke vergleichsweise leicht, aber dennoch stabil.
auf unregelmäßiger Sockelplatte, verso sign. u. dat. Jos. Pallenberg

Josef Pallenberg

Josef Pallenberg
Josef Franz Pallenberg (1882–1946) war ein deutscher Tierbildhauer, dessen Kunst aus einer lebenslangen, fast wissenschaftlichen Beobachtung von Tieren hervorging. Der in Köln geborene Künstler begann nach Besuchen im Kölner Zoo in seiner Kindheit zu zeichnen und absolvierte später eine Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie bei Karl Janssen. Anstatt Tiere als dekorative Symbole zu behandeln, studierte Pallenberg Anatomie, Skelette, Bewegung und Temperament und baute ein umfangreiches Archiv aus Skizzen, Abgüssen und Naturpräparaten auf. Seinen Ruf festigte er durch Ausstellungen in Düsseldorf und Berlin, wo er zahlreiche Tierfiguren zeigte und für Werke wie „Flying Eagle“ Anerkennung erlangte. Aufträge für bedeutende zoologische Anlagen, darunter Bronzegruppen für die Eingänge des Berliner Zoos und des Hagenbeck-Tierparks in Hamburg, brachten seine Skulpturen in den öffentlichen Raum. Löwen, Tiger, Bären, Adler und prähistorische Tiere erscheinen mit muskulöser Genauigkeit und psychologischer Spannung. Seine erhaltenen Bronzeskulpturen bewahren eine der diszipliniertesten und beobachtungsstärksten Herangehensweisen an die Tierbildhauerei im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts.

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