Seltene Roentgen-Schatulle

Ref: 2625

Seltene Roentgen-Schatulle

Abraham Roentgen

Ref: 2625

Seltene Roentgen-Schatulle

Abraham Roentgen

Circa 1755
17 x 25.5 x 17 cm
Germany
Beschreibung: Abraham Roentgen (1711 - 1793)
Neuwied um 1755
Schlangenholz, Rosenholz, Palisander, Buchsbaum, Messing,
Stoff aus der Zeit
Auf vier getreppten Messingfüßen. Bombierter Sockel mit seitlichem Schubfach. Rechteckiger Korpus mit umlaufenden Messingbändern sowie feinen Bandintarsien. Auf der Front kartuschenförmiger, fein mit Blüten und Blattwerk gravierter Beschlag mit verdecktem Schlüsselloch, über einen Druckknopf am Boden zu öffnen. Diverse Geheimfächer, reich ausgestattet. Mehrere Fächer, die über Messingknöpfe geöffnet werden können. Als Abschluss ein sich verjüngender Deckel mit Griff

Abraham Roentgen

Abraham Roentgen
Abraham Roentgen (1711–1793) war ein deutscher Tischler, dessen Werkstatt in Neuwied zu einem der angesehensten Möbelbetriebe im Europa des 18. Jahrhunderts wurde. Geboren in Mülheim am Rhein, absolvierte er seine Lehre bei seinem Vater, arbeitete anschließend in den Niederlanden und in London, bevor er sich der Herrnhuter Brüdergemeine in der Nähe von Neuwied anschloss, wo er seine Manufaktur gründete. Röntgens Möbel verbanden eine präzise Konstruktion mit luxuriösen Oberflächen: edle Furniere, Intarsien, exotische Hölzer, vergoldete Beschläge und ausgeklügelte mechanische Vorrichtungen. Seine Schreibtische, Schränke, Tische und Schreibmöbel verbargen oft Schubladen, Fächer und bewegliche Teile, wodurch handwerkliches Können zu einer Form kontrollierten Theaters wurde. Zunächst im Stil des Rokoko und später zunehmend im neoklassizistischen Stil arbeitend, belieferte er aristokratische und fürstliche Kunden, während er seinen Sohn David Roentgen ausbildete, der den internationalen Ruhm des Unternehmens weiter ausbaute. Abrahams Verdienst liegt darin, deutsche Präzision, kosmopolitisches Design und technische Erfindungsgabe zu vereinen und Möbel so sowohl zu Gebrauchsgegenständen als auch zu virtuosen Darbietungen zu machen.