Seltene Roentgen-Schatulle

Ref: 2864

Seltene Roentgen-Schatulle

Abraham Roentgen

Ref: 2864

Seltene Roentgen-Schatulle

Abraham Roentgen

18. Jahrhundert
15.5 x 22 x 13.8 cm
Beschreibung: Abraham Roentgen (1711 - 1793)
Die Sarkophagoberseite mit Messing-Schwenkgriff, die Vorderseite mit einem durchbrochenen Messingschild in Kartuschenform, der mit Seide ausgekleidete Innenraum mit drei Messingkanistern, der mittlere mit einem gewölbten Deckel und einem doppelten Innenraum, die kreisförmigen Deckel mit Sterndekor in Flachrelief, der Sockel mit einer federbetätigten Geheimschublade auf der rechten Seite, die durch einen Knopf geöffnet wird, der bei geschlossenem Deckel verborgen ist, auf Konsolenfüßen, mit einem Schlüssel und einem hell geschnittenen Sheffield-Teller-Caddy-Löffel.

Abraham Roentgen

Abraham Roentgen
Abraham Roentgen (1711–1793) war ein deutscher Tischler, dessen Werkstatt in Neuwied zu einem der angesehensten Möbelbetriebe im Europa des 18. Jahrhunderts wurde. Geboren in Mülheim am Rhein, absolvierte er seine Lehre bei seinem Vater, arbeitete anschließend in den Niederlanden und in London, bevor er sich der Herrnhuter Brüdergemeine in der Nähe von Neuwied anschloss, wo er seine Manufaktur gründete. Röntgens Möbel verbanden eine präzise Konstruktion mit luxuriösen Oberflächen: edle Furniere, Intarsien, exotische Hölzer, vergoldete Beschläge und ausgeklügelte mechanische Vorrichtungen. Seine Schreibtische, Schränke, Tische und Schreibmöbel verbargen oft Schubladen, Fächer und bewegliche Teile, wodurch handwerkliches Können zu einer Form kontrollierten Theaters wurde. Zunächst im Stil des Rokoko und später zunehmend im neoklassizistischen Stil arbeitend, belieferte er aristokratische und fürstliche Kunden, während er seinen Sohn David Roentgen ausbildete, der den internationalen Ruhm des Unternehmens weiter ausbaute. Abrahams Verdienst liegt darin, deutsche Präzision, kosmopolitisches Design und technische Erfindungsgabe zu vereinen und Möbel so sowohl zu Gebrauchsgegenständen als auch zu virtuosen Darbietungen zu machen.

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