​​​​​​​GEORGE III CASSOLETTE

Ref: 3141

​​​​​​​GEORGE III CASSOLETTE

Matthew Boulton

Ref: 3141

​​​​​​​GEORGE III CASSOLETTE

Matthew Boulton

1770 - 1780
Provenienz: Privatsammlung, Rheinland
Literatur: Goodison, Nicholas: Matthew Boulton – Ormolu, London 2002. Vergleiche ähnliche Designs, Abb. 248, 249
Beschreibung: Technik: Vergoldete Bronze, Kupfer, Fluorit, sogenanntes Blue John, Derbyshire.
Beschreibung: Vasenförmiger Körper auf quadratischem Sockel mit Blumengirlanden.
Matthew Boulton (gest. 1809) gilt als der bedeutendste Hersteller von Luxusgütern im England des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Geschäftspartner John Fothergill gründete er 1762 die Soho Manufactory in Birmingham. In einer Zeit, in der die meisten Unternehmen aus kleinen Werkstätten bestanden, die in komplexen Zulieferstrukturen arbeiteten, modernisierten Boulton und Fothergill die Produktionsprozesse grundlegend. 1765 besuchte Boulton Paris, wo er die Arbeiten der führenden Pariser Bronzekünstler genau studierte. Tief beeindruckt beschloss er, deren Dominanz auf dem Markt für vergoldete Bronzen herauszufordern.

Matthew Boulton

Matthew Boulton
Matthew Boulton (1728–1809) war eine Schlüsselfigur der industriellen Revolution in Großbritannien und vor allem für seine Arbeit in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau bekannt. Er gründete die Soho Manufactory in Birmingham, wo er unter Verwendung für die damalige Zeit fortschrittlicher industrieller Techniken hochwertige Metallwaren herstellte, darunter Knöpfe, Schnallen, Silberwaren und Dekorationsgegenstände.

Boulton ist zudem durch seine Partnerschaft mit James Watt eng mit der Entwicklung der Dampfmaschine verbunden; er trug zur Kommerzialisierung und Verbesserung der Dampfmaschinentechnologie bei, die für die industrielle Produktion unverzichtbar wurde. Seine „Soho Mint“ führte innovative Methoden zur Münzherstellung ein, wodurch sowohl die Effizienz als auch die Fälschungssicherheit verbessert wurden.

Obwohl Boulton kein Künstler im herkömmlichen Sinne war, wiesen seine Arbeiten in der Metallverarbeitung und im Design eine starke ästhetische Dimension auf, in der er industrielle Präzision mit neoklassizistischem Stil verband. Seine Beiträge hatten maßgeblichen Einfluss auf die Standards in Fertigung, Maschinenbau und Design im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.

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