Ref: 3058
Junge Frau an ihrem Fenster, einen Käfig mit einem Papagei haltend
Ref: 3058
Junge Frau an ihrem Fenster, einen Käfig mit einem Papagei haltend
17. Jahrhundert
Parkettierte Eichenholztafel
Signiert
Parkettierte Eichenholztafel
Signiert
Provenance:
Auktion Sotheby’s New York, 03.10.1996, Losnr. 114
Description: Laureys Goubeau (Antwerpen 1640 - 1670)
Stillleben oder Porträt? Diese Szene des Malers Laureys Goubeau (1640-1670) scheint die Bildgattungen der Malerei zu vermischen und zugleich harmonisch zu kombinieren. Hinter einem steinernen Sims, welcher mit einem roten Tuch bedeckt ist und auf dem eine silberne Obstschale und ein Vogelkäfig drapiert sind, sitzt eine junge Dame in feiner Kleidung. Diese scheint den Betrachter direkt anzuschauen und präsentiert ihm zugleich einen Papageien auf ihrer rechten Hand. Neben einem weiteren Fenster im Hintergrund sitzt in einem Gespräch vertieft eine Gruppe Menschen an einem Tisch.
Der Papagei in der Hand der jungen Frau ist keinesfalls willkürlich. Die Fähigkeit des Vogels Sprechen zu können, verlieh den exotischen Vögeln den Ruf exzellente Lerner zu sein. So verlieh Jacob Cats in seinem Werk Sinne-en minnebeelden aus dem Jahr 1627 einem Emblem mit einem Papageien den Untertitel „Dwanck, leert snack“ („Disziplin lehrt Redekunst“). Die Symbolik von Vögeln und Vogelkäfigen hat ferner amouröse Konnotationen, wobei der aus dem Käfig befreite Vogel eine Anspielung auf die verlorene Unschuld der Frau sein kann
Stillleben oder Porträt? Diese Szene des Malers Laureys Goubeau (1640-1670) scheint die Bildgattungen der Malerei zu vermischen und zugleich harmonisch zu kombinieren. Hinter einem steinernen Sims, welcher mit einem roten Tuch bedeckt ist und auf dem eine silberne Obstschale und ein Vogelkäfig drapiert sind, sitzt eine junge Dame in feiner Kleidung. Diese scheint den Betrachter direkt anzuschauen und präsentiert ihm zugleich einen Papageien auf ihrer rechten Hand. Neben einem weiteren Fenster im Hintergrund sitzt in einem Gespräch vertieft eine Gruppe Menschen an einem Tisch.
Der Papagei in der Hand der jungen Frau ist keinesfalls willkürlich. Die Fähigkeit des Vogels Sprechen zu können, verlieh den exotischen Vögeln den Ruf exzellente Lerner zu sein. So verlieh Jacob Cats in seinem Werk Sinne-en minnebeelden aus dem Jahr 1627 einem Emblem mit einem Papageien den Untertitel „Dwanck, leert snack“ („Disziplin lehrt Redekunst“). Die Symbolik von Vögeln und Vogelkäfigen hat ferner amouröse Konnotationen, wobei der aus dem Käfig befreite Vogel eine Anspielung auf die verlorene Unschuld der Frau sein kann
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