La Sèvre nantaise a Clisson, vue du parc Henri IV

Ref: 1522

La Sèvre nantaise a Clisson, vue du parc Henri IV

Eugène Chigot

Ref: 1522

La Sèvre nantaise a Clisson, vue du parc Henri IV

Eugène Chigot

Circa 1916
Öl auf Leinwand
46 x 55 cm
Signiert unten links: Eugène Chigot
Provenienz: Privatsammlung Bordeaux, Frankreich
Literatur: Eugène Chigot, Itinaires, Antoine Descheemaeker-Colle, S. 366 Abb. 564
Exposition Musée Galleria, Oktober 1954, No. 66
Beschreibung: Entlang des Flusses Sèvre Nantaise und mitten im Herzen des historischen Zentrums Clissons erstreckt sich der Parc Henri IV, den der Maler auf diesem Gemälde in strahlenden Farben auf die Leinwand gebracht hat. Die ruhige Wasseroberfläche des Flusses reflektiert hierbei die natürliche Landschaft und Gebäude des Hintergrundes und sorgt für eine Atmosphäre der Entspannung. Lediglich eine Figur in einem kleinen Ruderboot fährt gemächlich über das Gewässer. Der farbenfrohe und lebhafte Pinselstrich des Werkes ist hierbei typisch für den Malstil Chigots und bringt sogleich Bewegung in das ruhige Motiv dieser Flusslandschaft.

Eugène Chigot

Eugène Chigot
Eugène Chigot (1860–1923) war ein französischer Maler des „nördlichen Lichts“, der eng mit der Künstlerkolonie von Étaples und der Opalküste verbunden war. Zunächst von seinem Vater, dem Maler Alphonse Chigot, und später an der École des Beaux-Arts in Paris ausgebildet, nahm er sowohl realistische als auch impressionistische Ideen auf, behielt dabei jedoch eine starke regionale Identität bei. Seine Strände, Häfen, Dünen und ländlichen Szenen zeichnen sich durch lockere, stimmungsvolle Pinselführung, frische Farben und eine einfühlsame Darstellung von Wetter, Gezeiten und wechselnden Himmeln aus.

Gemeinsam mit Henri Le Sidaner trug er zur Entwicklung des künstlerischen Lebens in Étaples bei und wurde später Mitbegründer des Salon d’Automne. In Chigots Werken steht die alltägliche Arbeit an der Küste oft im Gleichgewicht mit poetischer Leuchtkraft. Fischerboote, Küstenlinien, Dorfstraßen und weite Horizonte wirken durch Wind, Spiegelungen und den Wechsel der Jahreszeiten lebendig. Seine Landschaften bewahren den modernen, von der freien Natur geprägten Geist der französischen Malerei und bleiben gleichzeitig tief verwurzelt im Ort, in der Beobachtung und im wechselhaften Schauspiel der nördlichen Meeresküste selbst.

Das könnte Ihnen auch gefallen