Eine sitzende Windhündin mit ihren drei jungen Welpen

Ref: 2950

Eine sitzende Windhündin mit ihren drei jungen Welpen

Joseph Gott

Ref: 2950

Eine sitzende Windhündin mit ihren drei jungen Welpen

Joseph Gott

19. Jahrhundert
Terracotta
12 x 11.4 x 10.2 cm
Signiert auf dem ovalen Sockel: J. Gott FT.
Provenienz: bei Phillips, London gekauft
Ein betiteltes Mitglied des Klerus, britische Sammlung
Beschreibung: Terrakotta-Gruppe
Joseph Gott wurde 1785 in Calverley in der Nähe von Leeds als Sohn von Benjamin Gott geboren, einem Wollfabrikanten, der ab 1799 Bürgermeister von Leeds war. Joseph studierte von 1798 bis 1802 bei John Flaxman in London und trat 1805 in die Royal Academy Schools ein, wo er gewann eine Silbermedaille im Jahr 1806. Um 1822 ging er, ermutigt und gesponsert von Sir Thomas Lawrence, nach Rom und blieb dort für den Rest seines Lebens, wobei er Werke nach Großbritannien zurück-schickte, um sie in die Royal Academy aufzunehmen. Statt des strengen Neoklassi-zismus vieler seiner Zeitgenossen wählte er einen romantischeren Stil. Obwohl er Skulpturen im monumentalen Maßstab schuf, waren seine wirkungsvollsten Arbeiten kleine Gruppen aus Terrakotta und Marmor.
In den Jahren 1823 bis 1824 beauftragte der Herzog von Devonshire Gott, eine Gruppe von „A Greyhound“ mit ihren beiden säugenden Welpen anzufertigen (Chatsworth House, siehe Liverpool, Walker Art Gallery, Joseph Gott, 1786–1860, Sculptor, Hrsg. T. Friedman und T. Stevens)., 1972, Tafel 54), fertiggestellt im Jahr 1825.

Joseph Gott

Joseph Gott
Joseph Gott (1786–1860) war ein britischer Bildhauer, dessen Werdegang eine Ausbildung in London mit der klassischen Welt Roms verband. Er wurde in der Nähe von Leeds geboren, absolvierte eine Lehre bei John Flaxman, trat 1805 in die Royal Academy Schools ein und ließ sich in den 1820er Jahren mit Unterstützung von Sir Thomas Lawrence in Rom nieder. Obwohl im Neoklassizismus verwurzelt, wirkt Gotts Kunst oft wärmer und intimer als strenge akademische Bildhauerei. Er schuf Porträtbüsten, Grabdenkmäler, Reliefs, klassische Motive und besonders bewunderte Tier- und Kindergruppen, oft aus Marmor oder Terrakotta. Werke wie seine Windhunde, bacchischen Kinder und Gedenkskulpturen zeugen von raffinierter Modellierung, einfühlsamer Beobachtung und einer anmutigen Balance zwischen Antike und Sentimentalität. Er lebte inmitten der internationalen Künstlergemeinde Roms, bediente britische Mäzene der Grand Tour und entwickelte dabei eine unverwechselbare Bildhauersprache. Seine eleganten, ausgefeilten und klassischen Darstellungen wurden durch häusliche Wärme, natürliche Bewegung und eine stille emotionale Anziehungskraft in privaten und Gedenkwerken im britischen Geschmack des 19. Jahrhunderts gemildert.

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