Jungfernkranich

Ref: 3181

Jungfernkranich

Wilhelm Krieger

Ref: 3181

Jungfernkranich

Wilhelm Krieger

20. Jahrhundert
1926
Bronze, hellbraun patiniert
32 x 24 x 9 cm
Provenienz: Privatbesitz, Deutschland;
erworben 1972 bei Kunsthandlung J.P. Schneider, Frankfurt/Main.
Literatur: Vgl. H. Krieger / M. Schmidt (Hrsg.): Wilhelm Krieger - Tierbildhauer. Katalog der bekannten Werke. Neustadt an der Aisch 2014, S. 95, WVZ Nr. 140.
Beschreibung: Wilhelm Krieger
1877 Norderney–1945 Herrsching am Ammersee
Jungfernkranich
Entwurf 1926
Bronze, hellbraun patiniert
Bezeichnet auf der Plinthe: Krieger


Wilhelm Krieger

Wilhelm Krieger
Wilhelm Krieger (1877–1945) war ein deutscher Bildhauer und Zeichner, der als bedeutende Persönlichkeit der frühmodernen Tierplastik gilt. Er absolvierte seine Ausbildung an der Königlichen Schule für Angewandte Kunst und an der Münchner Akademie der Bildenden Künste und arbeitete zudem im Atelier von Adolf von Hildebrand, wo er eine disziplinierte Herangehensweise an Form und Struktur verinnerlichte. Krieger ist vor allem für seine kompakten Bronzetiere bekannt, insbesondere Vögel, Hirsche und kleine Säugetiere, die er eher mit ruhiger Konzentration als mit anekdotischer Dramatik modellierte. Seine Skulpturen reduzieren oft die Oberflächendetails, bewahren dabei jedoch Haltung, Gleichgewicht und Artcharakter, wodurch er sich zwischen Naturalismus und moderner Vereinfachung positioniert. Werke wie stehende Hirsche, Marabus, Enten und andere Vögel offenbaren sein Gespür für Stille, Wachsamkeit und präzise Silhouetten. Obwohl seine Bronzeskulpturen selten Gießereimarken tragen, werden sie für ihre hohe Gussqualität und formale Klarheit bewundert. Kriegers Tiere wirken beobachtet, auf das Wesentliche reduziert und still monumental, selbst bei bescheidenem Maßstab.

Das könnte Ihnen auch gefallen