Ovale Gold-Tabatiere aus der Zeit Ludwigs XV.

Ref: 3167

Price : 35,000 €

Ovale Gold-Tabatiere aus der Zeit Ludwigs XV.

Jean George

Ref: 3167

Price : 35,000 €

Ovale Gold-Tabatiere aus der Zeit Ludwigs XV.

Jean George

Beschreibung: Ovale Gold-Tabatiere von Jean George 1763/64
Ovale Gold-Tabatiere aus der Zeit Ludwigs XV., Paris, 1763–1764, von Jean George.
Rundum mit feinen gravierten und ziselierten klassizistischen Stilelementen dekoriert.
Auf dem Deckel und dem Boden befindet sich jeweils ein Medaillon mit Gärtner-Utensilien in 4 verschiedenen Goldtönen.
Marken:
J G (Jean George) mit Stern unter einer gekrönten Lilie und zwei „grains de remede“ Rosenberg Nr. 6697 auf der Deckelinnenseite, dem Innenboden und der Korpusfront innen.
Z mit Krone: Jahresbuchstabe und Garantiestempel (20,25 Karat) der Pariser `maison commune´ für Goldarbeiten 1763/64 auf der Deckelinnenseite, dem Innenboden und der Korpusfront innen.
Lorbeerkranz: Belastungsstempel für Goldarbeiten, Pächter: Jean-Jacques Prévost 1762-68
auf der Deckelinnenseite, dem Innenboden und der Korpusfront innen.
Hundekopf: Entlastungsstempel für Goldarbeiten, Pächter: Jean-Jacques Prévost 1762-68 auf Korpus-Aussenzarge, rechts.
Auf der Korpus-Aussenzarge, rechts hinten die Inventarnummer 582
(Im Vergleich mit den Seriennummern anderer Georges Tabatieren passt diese Nummer in das Produktionsjahr 1763/64)
Jean George war zweifellos "einer der berühmtesten französischen Golddosenhersteller" (Charles Truman, The Gilbert Collection of Gold Boxes, Los Angeles, 1991, S. 71). Er arbeitete in großem Umfang für den französischen Königshof und lieferte 1755 eine Golddose für die Menus Plaisirs du Roi und zwischen 1755 und 1761 mehrere andere Dosen für die königlichen Geschenke, die Présents du Roi.
Seine Werke finden sich in den Sammlungen der bedeutensten Museen weltweit (Louvre; Hermitage; Metropolitan Museum New York; Victoria & Albert Museum; etc.)
Er gründete eine Werkstatt mit seiner eigenen Marke am 24. Januar 1752 in unmittelbarer Nähe zum Pariser Observatorium. Darauf bezieht sich wohl der symbolische Stern in seiner Marke.
Die Golddosen von Jean George auf dem Kunstmarkt, sowie in den Sammlungen der Museen sind oft ebenfalls mit einer meist dreistelligen Zahl gekennzeichnet, die als Inventarnummer gedeutet wird. (Truman, “The Wallace Collection” S. 109)
Nach seinem frühen Tod im Jahre 1765 führt seine Witwe Jeanne-Françoise Texier das Geschäft mit seinem einzigen Lehrling, Pierre-Mathis de Beaulieu weiter, den sie später auch heiratete.
Eine Gold-Tabatiere, von Jean George aus dem Jahr 1754/55, erzielte am 5.12.2018 bei Christie´s in London 77.500 £ = ca. 90.000 € (s. Anlage)

Literatur: 
Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen
3. erweiterte u. illustrierte Auflage. Bd. I-IV. Frankfurter Verlags-Anstalt, 1928
Henry Nocq: Le Poinçon de Paris. Répertoire des Maitres-Orfèvres de la Juridiction de Paris depuis le Moyen-Age jusqu'à la fin du XVIIIe Siècle. Vol. I - V; Paris, H. Floury 1926 - 1968.
Bimbenet-Privat, Michele & Gabriel de Fontaines: La Datation
de L´orfevrerie parisienne sous L´Ancienne Regime. Paris 1995 (BPF)
Jean George:
Grandjean, Serge: Les Tabatieres du Musee Du Louvre; Paris 1981; S. 104-108 (6 Tabatieren)
Snowman, A. Kenneth; “Eighteenth century gold boxes of Europe” Woodbridge: Antique Collectors Club, 1990, new edition; S. 187-88; 237 (Marke); Dosen Nr. 266, 303,327, 348, 349, 353, 354, 355-357,392, 396
Truman, Charles; “The Gilbert Collection of Gold Boxes”; Los Angeles County Museum of Art 1991; S. 70-73
Truman, Charles; “The Wallace Collection – Catalogue of Gold Boxes”, London 2013; S. 107-09 & 340-41
Grandjean, Serge / Aschengreen Piacenti, Kirsten / Truman, Charles / Blunt, Anthony: Gold Boxes and Miniatures of the Eighteenth Century - The James A. De Rothschild Collection at Waddesdon Manor; Fribourg, Office du Livre, 1975; S. 257-259 & 336-337
Goldstandard von 20,25 Karat in Paris von 1721 bis 1789:
Truman, Charles; “The Wallace Collection – Catalogue of Gold Boxes”, London 2013; S. 30
Seelig, Lorenz; „Golddosen des 18. Jahrhunderts aus dem Besitz der Fürsten von Thurn und Taxis“ Hirmer Verlag München 2008; S. 49

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