Ref: 553

Das Tal

Ferdinand Dorsch

Ref: 553

Das Tal

Ferdinand Dorsch

92 x 130 cm
Unten rechts Dorsch Dresden
Öl auf Leinwand
Provenienz: Privatsammlung Dresden
Literatur: Sabine Bern, Die Handschrift des Impressionismus: Gotthard Kuehl und Ferdinand Dorsch, 1987
Ferdinand Dorsch, 1875 – 1938, ein Künstlerleben in Dresden, erschienen im Dezember 1976 anlässlich einer Ferdinand-Dorsch-Ausstellung der Galerie von Abercron
Beschreibung: Auf einem grünen Hügel am Rande eines Tals steht eine, in einem weißen Kleid, gekleidete Dame. Mutterseelen allein spiegelt sie hierbei die Ruhe des Momentes wider. Das Tal, welches sich hinter ihr nahezu endlos erstreckt, gibt den Blick auf Felder, Wiesen und Wälder frei. Das helle Licht der Sonne und der nur leichtbewölkte blaue Himmel sorgen zudem für eine Atmosphäre der Freiheit und Endlosigkeit.

Ferdinand Dorsch

Ferdinand Dorsch
Ferdinand Dorsch (1875–1938) war ein deutscher Maler, Grafiker und Lehrer, der eng mit Dresden verbunden war. Geboren in Pécs und aufgewachsen in Wien, studierte er an der Dresdner Akademie, wo Gotthardt Kuehl ihn in die Ideen des französischen Impressionismus und den modernen Umgang mit Licht einführte. Nach einem Aufenthalt in Wien, wo er sich der Wiener Secession anschloss, kehrte Dorsch nach Dresden zurück und engagierte sich in fortschrittlichen lokalen Kreisen, darunter „Die Elbier“ und die Künstlervereinigung Dresden. Seine Gemälde, die das gesellschaftliche Leben, Interieurs, Porträts und Parkszenen zeigen, verbinden akademische Zeichenkunst mit freierer Pinselführung, Atmosphäre und psychologischer Beobachtung. Ab 1914 lehrte er an der Dresdner Akademie, deren Rektor er später wurde; zu seinen Schülern zählten bedeutende Persönlichkeiten wie Otto Dix und Conrad Felixmüller. Obwohl er moderater war als die von ihm mitausgebildete Avantgarde, bildete Dorsch eine wichtige Brücke zwischen der akademischen Tradition Dresdens, der impressionistischen Farbgebung und dem Modernismus des frühen 20. Jahrhunderts.

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