Woll Armsessel

Ref: 2525

Woll Armsessel

Drucken
Woll Armsessel. Mogens Lassen (Copenhagen 1901 - 1987)<br />
Der Architekt und Designer Mogens Lassen war ein Mitbegr&uuml;nder des D&auml;nischen Funktionalismus. Als M&ouml;beldesigner ist er von den geometrischen Bauhaus-Entw&uuml;rfen inspiriert. Aufgewachsen in einer K&uuml;nstlerfamilie, beide Elternteile waren Maler, stand f&uuml;r Lassen schon fr&uuml;h fest, dass er eines Tages Architekt werden w&uuml;rde. Da Mogens jedoch Legastheniker war und seine finanziellen Mittel begrenzt waren, musste er vor seinem Studium der Architektur an der School of Architecture eine Maurerlehre absolvieren. Als Student besch&auml;ftigte er sich mit Projekten von Ole Wanscher, Arne Jacobsen und Hans Bretton-Meyer und arbeitete nach Ende seines Studiums von 1925 bis 1934 im renommierten Studio des Architekten Tyge Hvass. 1927 reiste Lassen nach Paris und arbeitete dort f&uuml;r die Firma Christiani &amp; Nielsen. Auch wenn er mit der Arbeit unzufrieden war, lernte er Le Corbusier kennen, der ihm anbot, in seinem Atelier einen &ouml;ffentlichen Platz zu gestalten. Lassen lehnte den Auftrag jedoch ab. Zur&uuml;ck in D&auml;nemark, er&ouml;ffnete Lassen 1935 sein eigenes Studio. Sp&auml;ter arbeitete er als Ausstellungsarchitekt f&uuml;r die Kunsthandwerksbewegung &quot;Den Permanente&quot;, die sich ab 1931 auf d&auml;nisches Design und Innendekoration konzentrierte. Lassen entwarf und baute H&auml;user f&uuml;r Menschen, die er kannte. 1950 konzipierte er zusammen mit Frits Schlegel das Verwaltungsgeb&auml;ude der Staat Life Asssurance in Kopenhagen (gebaut 1950&ndash;1953). Als Designer entwarf er in den 1930er-Jahren eine Reihe von M&ouml;beln aus Stahl, sp&auml;ter Holzm&ouml;bel, u.a. einen runden Klapptisch, der von A. J. Iversen produziert wurde. Der Tisch mit gekreuzten Beinen (1940) wurde zu einem Klassiker der d&auml;nischen M&ouml;belkunst. 1942 kreierte Lassen f&uuml;r eine M&ouml;belmesse im Kunstindustriemuseum Kopenhagen den Hocker &laquo;ML 42&raquo;. F&uuml;r das Design mit ergonomischer Sitzfl&auml;che und drei Beinen lie&szlig; er sich von Schemeln inspirieren, wie sie in den 1940er-Jahren von Schuhmachern verwendet wurden. Gro&szlig;en Erfolg hatten Lassens &laquo;Mingle&raquo;-Sofa und der &laquo;Kubus&raquo;-Bowl. Kaum ein Wohnaccessoire ist so wandelbar wie der aus massivem Metall gefertigte Dekoquader mit eingelassener Schale. Das Regalsystem &laquo;Frame&raquo; &ndash; ein aus vielen Einzelelementen in unterschiedlichen Gr&ouml;&szlig;en erh&auml;ltliches Aufbewahrungs-system, reediert von der d&auml;nischen Firma by Lassen &ndash; erhielt 2016 den German Design Award. Der Beistelltisch &quot;Twin&quot; wird mit einer Wendeplatte (z.B. Laminat u. Eiche) auf einem Stahlgestell produziert. Dar&uuml;ber hinaus hat byLassen diverse Kerzenhalter der &quot;Kubus&quot;-Serie (1962) im Programm. Lassen erhielt f&uuml;r sein Werk u.a. die C.F. Hansen-Medaille, D&auml;nemarks h&ouml;chste Auszeichnung f&uuml;r Architekten. | Ralph Gierhards Antiques & Fine
Drucken

Ref: 2525

Woll Armsessel

Circa 1950
Wolle Mahagony
106 x 80 x 67 cm
Literature:
S. Bernadotte & J. Lehm-Laursen,Dansk Boligkunst, Vol. 2, 1947, S. 212
Andrew Hollingsworth, Danish Modern, Gibbs Smith, S. 64
Description: Mogens Lassen (Copenhagen 1901 - 1987)
Der Architekt und Designer Mogens Lassen war ein Mitbegründer des Dänischen Funktionalismus. Als Möbeldesigner ist er von den geometrischen Bauhaus-Entwürfen inspiriert. Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie, beide Elternteile waren Maler, stand für Lassen schon früh fest, dass er eines Tages Architekt werden würde. Da Mogens jedoch Legastheniker war und seine finanziellen Mittel begrenzt waren, musste er vor seinem Studium der Architektur an der School of Architecture eine Maurerlehre absolvieren. Als Student beschäftigte er sich mit Projekten von Ole Wanscher, Arne Jacobsen und Hans Bretton-Meyer und arbeitete nach Ende seines Studiums von 1925 bis 1934 im renommierten Studio des Architekten Tyge Hvass. 1927 reiste Lassen nach Paris und arbeitete dort für die Firma Christiani & Nielsen. Auch wenn er mit der Arbeit unzufrieden war, lernte er Le Corbusier kennen, der ihm anbot, in seinem Atelier einen öffentlichen Platz zu gestalten. Lassen lehnte den Auftrag jedoch ab. Zurück in Dänemark, eröffnete Lassen 1935 sein eigenes Studio. Später arbeitete er als Ausstellungsarchitekt für die Kunsthandwerksbewegung "Den Permanente", die sich ab 1931 auf dänisches Design und Innendekoration konzentrierte. Lassen entwarf und baute Häuser für Menschen, die er kannte. 1950 konzipierte er zusammen mit Frits Schlegel das Verwaltungsgebäude der Staat Life Asssurance in Kopenhagen (gebaut 1950–1953). Als Designer entwarf er in den 1930er-Jahren eine Reihe von Möbeln aus Stahl, später Holzmöbel, u.a. einen runden Klapptisch, der von A. J. Iversen produziert wurde. Der Tisch mit gekreuzten Beinen (1940) wurde zu einem Klassiker der dänischen Möbelkunst. 1942 kreierte Lassen für eine Möbelmesse im Kunstindustriemuseum Kopenhagen den Hocker «ML 42». Für das Design mit ergonomischer Sitzfläche und drei Beinen ließ er sich von Schemeln inspirieren, wie sie in den 1940er-Jahren von Schuhmachern verwendet wurden. Großen Erfolg hatten Lassens «Mingle»-Sofa und der «Kubus»-Bowl. Kaum ein Wohnaccessoire ist so wandelbar wie der aus massivem Metall gefertigte Dekoquader mit eingelassener Schale. Das Regalsystem «Frame» – ein aus vielen Einzelelementen in unterschiedlichen Größen erhältliches Aufbewahrungs-system, reediert von der dänischen Firma by Lassen – erhielt 2016 den German Design Award. Der Beistelltisch "Twin" wird mit einer Wendeplatte (z.B. Laminat u. Eiche) auf einem Stahlgestell produziert. Darüber hinaus hat byLassen diverse Kerzenhalter der "Kubus"-Serie (1962) im Programm. Lassen erhielt für sein Werk u.a. die C.F. Hansen-Medaille, Dänemarks höchste Auszeichnung für Architekten.

Das könnte Ihnen auch gefallen