Ref: 2604
Ein Paar Serviteurs Muets
Ref: 2604
Ein Paar Serviteurs Muets
Circa 1820 - 1830
Brass
45 x 0 cm (17³/₄ x 0 inches)
Pasris, France
Signiert auf der Plinthe: „THOMIRE A PARIS
Brass
45 x 0 cm (17³/₄ x 0 inches)
Pasris, France
Signiert auf der Plinthe: „THOMIRE A PARIS
Literature:
Hans Ottomeyer/Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen, Vol I / II, Munich 1986
Description: maître fondeur ciséleur 1772
Messing teilweise versilbert, drei Bleikristallschalen
eine restauriert
Die geformte ringförmige Fassung ruht auf Akanthusblättern, die in einer Spirale enden. Der Balusterlauf ist mit Ringen, Rillen und Wasserblattmotiven verziert. Die Stativbasis ist mit drei Arabeskenkonsolen geschmückt, die mit Akanthusblättern verziert sind und jeweils durch eine Girlande aus Lorbeerblättern verbunden sind. Die Kristallschalen sind mit Rautenmustern graviert.
Pierre-Philippe Thomire (1751-1843) galt neben Gouthière als der berühmteste Fondeur-ciseleur in der Epoche Louis XVI. Er war Sohn des Ziseleurs Luc-Philippe Thomire, von dem er den Titel „Maitre fondeur-ciseleur“ erhielt. Thomire absolvierte seine Ausbildung bei den Bildhauern A. Pajout und J.A. Houdon, für die er Portraitbüsten aus Bronze fertigte; ebenso war er Schüler der Akademie von St. Luc. Bereits 1775 wirkte Thomire für die Krone und arbeitete mit J.L. Prieur an den Bronzebeschlägen für die Krönungskutsche Ludwigs XVI. 1783 wurde Thomire Nachfolger von D. Cuplessis als „Ciseleur et doreur“ der Manufaktur von Sèvres, in der er sich auf die Herstellung von Uhrgehäusen und Gefäßen aus Bronze und Porzellan spezialisierte. Von 1784 an erscheint sein Name in den Rechnungen des Garde-Meuble de la couronne als Hersteller von Bronzeapplikationen für Möbel. So wirkte er zusammen mit Beneman an der Fertigung von Möbeln für die Krone. Thomire lieferte 1786 ferner zwei Sets Kaminböcke für die Appartements von Marie Antoinette in Versailles. Diese Erfolge wurden in den letzten Jahren des ausgehenden 18. Jahrhunderts durch Auftragsarbeiten im Ausland u.a. für die Königs- und Adelshäuser in Spanien und Portugal so markant gesteigert, dass Thomire die große Nachfrage nach luxuriösen Objekten mit einer erweiterten Werkstatt zu befriedigen suchte.
Messing teilweise versilbert, drei Bleikristallschalen
eine restauriert
Die geformte ringförmige Fassung ruht auf Akanthusblättern, die in einer Spirale enden. Der Balusterlauf ist mit Ringen, Rillen und Wasserblattmotiven verziert. Die Stativbasis ist mit drei Arabeskenkonsolen geschmückt, die mit Akanthusblättern verziert sind und jeweils durch eine Girlande aus Lorbeerblättern verbunden sind. Die Kristallschalen sind mit Rautenmustern graviert.
Pierre-Philippe Thomire (1751-1843) galt neben Gouthière als der berühmteste Fondeur-ciseleur in der Epoche Louis XVI. Er war Sohn des Ziseleurs Luc-Philippe Thomire, von dem er den Titel „Maitre fondeur-ciseleur“ erhielt. Thomire absolvierte seine Ausbildung bei den Bildhauern A. Pajout und J.A. Houdon, für die er Portraitbüsten aus Bronze fertigte; ebenso war er Schüler der Akademie von St. Luc. Bereits 1775 wirkte Thomire für die Krone und arbeitete mit J.L. Prieur an den Bronzebeschlägen für die Krönungskutsche Ludwigs XVI. 1783 wurde Thomire Nachfolger von D. Cuplessis als „Ciseleur et doreur“ der Manufaktur von Sèvres, in der er sich auf die Herstellung von Uhrgehäusen und Gefäßen aus Bronze und Porzellan spezialisierte. Von 1784 an erscheint sein Name in den Rechnungen des Garde-Meuble de la couronne als Hersteller von Bronzeapplikationen für Möbel. So wirkte er zusammen mit Beneman an der Fertigung von Möbeln für die Krone. Thomire lieferte 1786 ferner zwei Sets Kaminböcke für die Appartements von Marie Antoinette in Versailles. Diese Erfolge wurden in den letzten Jahren des ausgehenden 18. Jahrhunderts durch Auftragsarbeiten im Ausland u.a. für die Königs- und Adelshäuser in Spanien und Portugal so markant gesteigert, dass Thomire die große Nachfrage nach luxuriösen Objekten mit einer erweiterten Werkstatt zu befriedigen suchte.