Ref: 5003KS
1) Canal Grande mit der Riva del Vin und Blick auf die Rialto Brücke 2) Piazza San Marco mit dem Torre dell Orologio
Francesco Guardi
Ref: 5003KS
1) Canal Grande mit der Riva del Vin und Blick auf die Rialto Brücke 2) Piazza San Marco mit dem Torre dell Orologio
Francesco Guardi
Ein Paar Venedig Verduten nach Francesco Guardi (Venedig 1712-1793) spätes 18. Jhdt.
Öl auf grober Leinwand, rückseitig jeweils Etiketten mit Restaurierungsdaten von 1953
1)Canale Grande mit der Riva del Vin und Blick auf die Rialto Brücke
DieRialtobrücke
DieRialtobrückeinVenedigist eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt. Die Brücke führt über denCanal Grandeund hat eine Länge von 48m, eine Breite von 22m und eine Durchfahrtshöhe von 7,50m. Die lichte Weite des einzigen Bogens beträgt 28,8m. Die Gründungen der beidenWiderlagerbestehen ausPfahlrostenmit jeweils 6000 gerammten Holzpfählen zu beiden Seiten.Sie war bis zum Bau derAccademia-Brücke1854 der einzige Fußweg über den Canal Grande. Vor der heutigen Brücke wurden drei weitere Bauwerke nacheinander an derselben Stelle errichtet, bis ins 16. Jahrhundert in Holz. Die erste stammte aus dem Jahre 1181 und wurde von Nicolò Barattieri erbaut. Die zweite ruhte auf Pfeilern. DieChronica per extensum descriptavonAndrea Dandoloberichtet von der Errichtung dieser Holzbrücke im Jahre 1264 unter demDogenRenier Zen. Diese brach 1444 unter dem Gewicht einer Menschenmenge zusammen, die von dort aus die Hochzeitszeremonie des Marchese di Ferrara verfolgte. Zwischen 1588 und 1591 wurde die steinerne Brücke dann von Antonio da Ponte unter dem DogenPasquale Cicognaerrichtet und am 20. März 1591 für den Verkehr freigegeben.
2)Piazza San Marco mit dem Torre dell Orologio
Der Torre dell Orologio
DerUhrturm von San MarcoamMarkusplatzinVenedigist von 1496 bis 1499 errichtet worden. Die Glocke stammt von Simeone Campanato, der sie 1497 imArsenalgießen ließ. Unklar ist, ob der Turm tatsächlich auf den BaumeisterMauro Codussizurückgeht, dem das Werk meist zugeschrieben wird. Im Gegensatz zu einem bis Ende des 15. Jahrhunderts bestehenden Turm mit ähnlicher Funktion, dem Torre di Sant’Alipio, der sich am Nordwestrand des Markusplatzes befand, wurde der neue Uhrturm zwischen dem größten Platz Venedigs und den Mercerie errichte. Schon 1493 hatten die Rogati, der Senat, dem Baumeister Zuan Carlo da Reggio den Auftrag für die zugehörige Uhr erteilt, doch erst 1495 erfolgte die Entscheidung über den genauen Ort für den Turm. 1496 also begannen die Abrissarbeiten, um das Fundament für einen herausragenden „horologio“ zu bauen. Nach Sanudo erfolgte die Fertigstellung einschließlich des Uhrwerks im Februar 1499 auf einer Fläche von 9 mal 6 Metern. Die beiden Seitenflügel entstanden jedoch erst nach 1513. Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten bauliche Erweiterungen durchGiorgio Massari, die insbesondere das Innere vollständig veränderten, aber auch die Fassade berührten.
Dieses Werk basiert auf einer Komposition von Francesco Guardi, die in mehreren Fassungen bekannt ist (siehe A. Morassi, Guardi; I dipinti , Venezia, 1984, II, fig. 378-384).
Auf beiden Gemälden hat der zeitgenössische venezianische Kopist die Malweise Guardi´s hervorragend wiedergegeben. Die für Guardi typischen dramatischen Licht und Schatteneffekte und die impressive Farbgebung sind ihrenVorbildern fast perfekt nachempfunden.
Francesco Guardi (Venedig 1712-1793)
Francesco Guardi war ein Sohn des norditalienischenBarockmalersDomenico Guardi(1678–1716) aus demTrentinound der Maria Claudia Pichler. Seine Brüder warenGiovanni Antonio Guardi(1699–1760) undNicolò Guardi, seine Schwester Cecilia Guardi heirateteGiovanni Battista Tiepolo(1696–1770), der 1756 Vorsitzender der Akademie wurde. Francesco Guardi wurde dort jedoch erst 1784 Mitglied. Er bildete seinen Sohn Jacopo wiederum zum Maler aus.
Bis zum Tod seines Bruders Antonio 1760 arbeitete Francesco in der Malerwerkstatt der Familie, in der auch der jüngere Bruder Nicolò tätig war. Er malte zu Beginn seiner Karriere zunächst Altarbilder, als Schüler und Nachfolger vonCanalettokonzentrierte er sich aber, nachdem dieser die Stadt verlassen hatte, aufVeduten. Er wählte zunächst die gleichen Motive, vor allem Venezianische Ansichten, die Canaletto schon oft und mit großem Erfolg gemalt hatte. Allerdings unterscheiden sich seine Bilder von denen des späten Canaletto durch meist lebhafte Licht- und Schatteneffekte, eine dramatisch gesteigerte, freier und impulsiv erscheinende Malweise mit teils pastosem Farbauftrag, der impressionistische Malerei – auch im Gefühl für Licht und Farbigkeit – vorwegzunehmen scheint. Guardi hielt sich, anders als Canaletto, zu Gunsten einer malerischen Wirkung weniger genau an topographische Gegebenheiten. Einige seiner Bilder sindCapriccios, malerische Zusammenstellung von sowohl existierenden als auch erfundenen Architekturen und Landschaften.
Seine Bilder haben eine klare, gleichmäßige Beleuchtung und zeichnen sich durch ihre stimmungsvolle Atmosphäre aus. Sie sind in der Farbe kräftiger und reicher als die seines Lehrers, aber weniger detailliert in der Zeichnung.Trotz solcher Unterschiede wurden seine Bilder immer wieder seinem berühmteren Lehrer zugeschrieben.
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