Ref: 1019
Wisent
Ref: 1019
Wisent
1913
Bronze dunkelbraun patiniert
47 x 59 cm
Signiert und datiert „Th. Georgii 1913“ Gießereisignatur: „C. Leyrer München“
Bronze dunkelbraun patiniert
47 x 59 cm
Signiert und datiert „Th. Georgii 1913“ Gießereisignatur: „C. Leyrer München“
Provenance:
Sammlung Herr Prof. Dr. Josef Albert Amann Jr., München
Literature:
Katalog XIV Biennale Venedig 1924, „Toro Bavarese“Hubert Klees, Theodor Georgii, Bruckmann Verl., München 1930, S. 15 beschrieben m. Abb. 7
Sigrid Esche-Braunfels/Vincent Mayr, Der Wittelsbacher Brunnen in München. Die Wiederherstellung des Steinwerfers nach dem Zweiten Weltkrieg durch Theodor Georgii, in Schönere Heimat, Heft 3/2003
Description: Bronze dunkelbraun patiniert
auf rechteckigem, rötlich geädertem Marmorsockel
Theodor Georgii war ein deutscher Bildhauer. Er entstammte einer schwäbischen Familie. In den Jahren 1902 bis 1903 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Robert Poetzelberger, 1904 an der Kunstschule Dillens in Brüssel und 1905 an der Akademie der bildenden Künste in München bei Adolf von Hildebrand, dessen Tochter Irene er 1907 heiratete. Von den späteren Schülern Hildebrands entwickelte Georgii eine besondere Meisterschaft in der Steinbildhauerei, so wie sie Hildebrands ursprünglichen Forderungen entsprach. Georgii kam auch über Paris und Belgien her in den Hildebrandischen Kunstkreis und begann mit frei aus dem Stein gehauenen Arbeiten, die Hildebrand überaus beifällig aufnahm. Er war Mitglied der Secession in München. 1930 erhielt Georgii einen Ruf an die Kunstgewerbeschule in Wien. 1946 kam er nach München zurück und lehrte an der Akademie der Bildenden Künste, deren Ehrenmitglied er 1953 wurde. Zunächst wurde Georgii bekannt durch seine Tierplastiken, von denen viele zur Ausschmückung von Parkanlagen verwendet wurden. So ungleich ihr Wert an einem absoluten Maßstab gemessen ist, eines spricht doch aus allen ohne Unterschied – ein wirkliches Verständnis für die Welt und Atmosphäre der Tiere und für hier waltende Poesie. Drei Werke auf diesem Gebiet heben sich von den übrigen in ihrer Qualität ab. Es sind dies: das große „Reh“ (1907), der „Wisent“ (1913) und der „kleine Stier“ (1924). In diesen Werken gelingt es ihm, in großer Präzision mit der ureigenen Sprache der Plastik die Poesie dieser Tiere voll wiederzugeben.
auf rechteckigem, rötlich geädertem Marmorsockel
Theodor Georgii war ein deutscher Bildhauer. Er entstammte einer schwäbischen Familie. In den Jahren 1902 bis 1903 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Robert Poetzelberger, 1904 an der Kunstschule Dillens in Brüssel und 1905 an der Akademie der bildenden Künste in München bei Adolf von Hildebrand, dessen Tochter Irene er 1907 heiratete. Von den späteren Schülern Hildebrands entwickelte Georgii eine besondere Meisterschaft in der Steinbildhauerei, so wie sie Hildebrands ursprünglichen Forderungen entsprach. Georgii kam auch über Paris und Belgien her in den Hildebrandischen Kunstkreis und begann mit frei aus dem Stein gehauenen Arbeiten, die Hildebrand überaus beifällig aufnahm. Er war Mitglied der Secession in München. 1930 erhielt Georgii einen Ruf an die Kunstgewerbeschule in Wien. 1946 kam er nach München zurück und lehrte an der Akademie der Bildenden Künste, deren Ehrenmitglied er 1953 wurde. Zunächst wurde Georgii bekannt durch seine Tierplastiken, von denen viele zur Ausschmückung von Parkanlagen verwendet wurden. So ungleich ihr Wert an einem absoluten Maßstab gemessen ist, eines spricht doch aus allen ohne Unterschied – ein wirkliches Verständnis für die Welt und Atmosphäre der Tiere und für hier waltende Poesie. Drei Werke auf diesem Gebiet heben sich von den übrigen in ihrer Qualität ab. Es sind dies: das große „Reh“ (1907), der „Wisent“ (1913) und der „kleine Stier“ (1924). In diesen Werken gelingt es ihm, in großer Präzision mit der ureigenen Sprache der Plastik die Poesie dieser Tiere voll wiederzugeben.
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